reaktionärer bullshit oder warum ich ‚die männer‘ nicht bemitleiden will

Sich ärgern über einen ZEIT-Artikel und ein klares Nein zur Frage, ob es eine Männerbewegung braucht.

2014. Ein neues Jahr beginnt und die ZEIT ärgert mich mit folgendem Aufmacher: „Alles schaut auf die Chancen von Frauen. Übersehen wird: Immer mehr Männer fallen zurück. Sie halten mit dem gesellschaftlichen Wandel nicht Schritt. Das ist auch für die Frauen schlecht. (ZEIT: Das geschwächte Geschlecht, 02.01.2014) Lustig finde ich einzig das Bild zum Text, das einen Mann in Superman-Pose zeigt, der mit auf die Brust gezeichnetem Heldenemblem und Kniestrümpfen aus der Nordsee springt. Was mein comic- und zitatverliebtes Herz natürlich freut.  Weiterlesen

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output, die zweite…

Null Artikel in einem Jahr und vier Monaten. Das ist… beschissen!

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output…

Sechs Artikel in 1 1/2 Jahren. Das ist… ausbaufähig! Durchaus.

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härter als pathos

Roberto Zucco am Stadtheater Krefeld/Mönchengladbach

Fasziniert von einem ‚Mörder ohne Motiv‘ und basierend auf einer wahren Begebenheit schreibt Bernard-Marie Koltès 1989 das Stück ‚Roberto Zucco‘. Er macht aus einem Jungen, der gemordet und vergewaltigt hat, eine mythische Figur. Sprachlich hoch verkitscht zeigt sich Koltès als makaberer Romantiker und schafft es trotz brutaler Gewalt nicht, das Stück mit Inhalt zu füllen. Es bleibt platt und erstaunlich blutleer.

23 Jahre später inszeniert Christoph Roos den Text im Theater Krefeld. In seinen Händen wird ‚Roberto Zucco‘ zu einer Darstellung echter Menschen. Weiterlesen

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lesenswert

In Die Zeit vom 16. Juni verkündete Mariam Lau in ihrem Artikel Was ist schiefgelaufen? Heidi Klum zu hassen und erklärte, warum sie ihrer Tochter deren Sendung Germany’s Next Topmodel nicht verbietet. Während diese nämlich Mittelschichtskind sei, handle es sich bei Teilnehmerinnen der Fernsehshow um „Friseurinnen, Hauptschülerinnen und Töchter von Migranten“. Wir können also aufatmen, Lau junior ist außer Gefahr.

Bei Journalistin Katrin Schuster führte Laus Text zu dem Entschluss, ihr Abo der Wochenzeitung zu kündigen. Pointiert erklärt sie ihren Ärger in Ich mach mir die Welt widdewidde wie sie mir gefällt.

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mädchen, tussi, großstadtcowboy

Über den Einstand von Nina Kunzendorf im Frankfurter Tatort

Das Erste: Tatort – Eine bessere Welt (©hr), 08.05.2011, 20.15h

Ich bin hin und weg. Von Tatort-Kommissarin Conny Mey. Seit letzten Sonntag gibt es sie. Im neuen Frankfurter Tatort. Hautenge Kleidung, rosa Tops, baumelnde Ohrringe, wattierte Jacke, wallendes Haar, sehr manikürte Fingernägel, gebleichte Jeans, süßes Stimmchen und tiefe Ausschnitte, tiefe Ausschnitte, tiefe Ausschnitte. Dazu Pistolenholster und Cowboystiefel. Diese Frau spielt dermaßen wundervoll mit so verschieden konnotierten Attributen, dass es eine einzige Freude ist. Sie ist Mädchen, Tussi und Großstadtcowboy in einem – und gleichzeitig ist sie weder Mädchen noch Tussi noch Großstadtcowboy. Auf Highheels Weiterlesen

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bitte nicht nur kitzeln

Ein Plädoyer für Mut zur Tragik als Grundlage des befriedigten Zuschauerlachens.

Stadtheater Krefeld/Mönchengladbach: Treppauf, Treppab, letzter Termin: 08.07.2011

Wann ist ein Theaterstück lustig?  Muss eine Farce Klamauk sein? Am Theater Krefeld wird momentan ‚Treppauf – Treppab‘ (im Original: ‚Taking Steps‘) von Alan Ayckbourn gegeben. Und ich finde es nicht lustig.

Nun mag das an mir liegen, aber ist eigentlich etwas lustig, nur weil man lacht? Denn das Publikum hat gelacht, sehr laut sogar. Und ich war irritiert, genau darüber. Aber gleichzeitig fühle ich mich ja auch befremdet, wenn Menschen lachen, weil in Internetvideos jemand auf die Schnauze fällt. Weiterlesen

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